NOTE // James Bond

[Achtung, leichte Spoiler]

Habe gestern den neuen Bond gesehen.

Im ersten eindruch ist der nicht ganz so selbstbezogen wie Skyfall (den alle so toll fanden). Aber trotzdem wieder inklusive Familiengeschichte und Einzelkämpfertum. Dazu eine Szene in Bonds Wohnung? Seriöslich?

Für den nächsten wünsche ich mir wieder klarere Fronten. Es muss ja nicht völlig schwarz/weiß sein, aber Bond hat keine Wohnung. Bond hat auch keine Familiengeschichte. Bond bekämpft die Bösen, kriegt die Frauen, reißt dazu coole Sprüche. Dazu ein wenig Tech-Gadgets von seinen Homies, die sich ansonsten bedeckt halten (I’m looking at you, Q und Moneypenny!). Wo ich so drüber nachdenke: Das glatte Konzept dürfte der Grund sein, warum man(n) sich so gut damit identifizieren/projezieren kann.

Insgesamt müssen Bond-Filme auch wieder ikonischer werden. Wo sind die Unterwasserstationen? Schwimmende Lotusse (Loti?)? Aber auch hier: Die Verfolgungsjagd Flugzeug gegen Auto war schon mal ganz gut. Und wie lange in der Eröffnungsszene nicht geschnitten wurde! Mehr davon! Und bessere Hilfsgegener! Weniger politische Korrektheit (habt ihr mal die ersten Connerys gesehen??)! Weniger Grünschnäbel (Q, Moneypenny, C, …). Naja.

Solide 3/5, würde ich sagen.

NOTE // Die Vollidioten der sozialen Netze

Seit nicht allzu langer Zeit folge ich der Tagesschau auf Facebook. Aber praktisch unter jedem Beitrag finden sich Kommentare der recht nachdenklich gestimmten Bürger. Wie aus dem Bilderbuch! Es ist wie ein Autounfall, oder im Heise-Forum, man muss einfach hinsehen.

Ich überlege ernsthaft, der Tagesschau nicht mehr zu folgen, nur deshalb.

Dann denke ich mir, die sind ja trotzdem da (und nicht mal nur da). Eigentlich müsste man Facebook verlassen.

Aber das geht natürlich auch nicht, und: Sie wären ja immer noch da. Sehr deprimierend, das. Ist mir auch noch keine Lösung für eingefallen.

NOTE // Tarantino

Tarantino bringt einen neuen Film, einen Western. Wie schön.

Was ich mir wünschen würde, wäre ein “klassischer” Tarantino. Klassisch im Sinne von Reservoir Dogs, Pulp Fiction, oder (mit Einschränkungen, s.u.) Jackie Brown. Die spielten in ihrem eigenen kleinen Submilieu, ok. Aber alles ab inklusive Kill Bill spielt in seinem eigenen Universum, voller Zitate und Anspielungen, manchmal fast mit seiner eigenen Physik. Mal ehrlich: Man kann es übertreiben.

Bei Jackie Brown ging das eigentlich schon los, diese Mischung aus 70er und 90er. FDTD passt da auch rein. Beides gute Filme (JB gehört zu meinen Lieblingsfilmen und wird absolut unterschätzt!), aber Nischenfilme. Schade, dass das die Regel wurde.