Fat JAR mit gradle

Quelle, ergänzt um, Aufruf dann via

Spring Security: isFullyAuthenticated()

ist stellenweise verwirrend beschrieben. Hier heißt es

Returns true if the user is not an anonymous or a remember-me user

, wobei die Klammerung fehlt: “not” bezieht sich auf beides! Hier ist es IMHO auf andere Art verwirrend, aber zumindest nicht mehrdeutig:

Determines if the SecurityExpressionOperations.getAuthentication() authenticated without the use of remember me
HTH

Git und Intellij und Encoding

Neulich™ hatte ich das Problem, dass ein UTF-8-enthaltender String falsch nach XML transformiert wurde. UTF-8 ist (? war es zumindest früher oft) so eine Sache in Java, man muss(te) an drölf Stellen das Encoding explizit setzen; dazu gehörten zB Stream, Writer/Reader, StringBuilder, etc pp. Das mag inzwischen anders sein, denn nach langem Debugging stellte sich raus, dass nur das File-Encoding in IntelliJ falsch gesetzt war – der Code funkionierte ohne Änderung, die Quelle des Strings war bereits fehlerhaft gespeichert. Irreführenderweise hatte der IntelliJ-Debugger den String die ganze Kette hindurch korrekt angezeigt. “Nimm IntelliJ” haben sie gesagt, “das funktioniert super” haben sie gesagt. m(

Wie dem auch sei: Da UTF-8 an der Stelle zwingend gefordert war, musste sichergestellt werden, dass kein Entwickler, aus welchen Gründen auch immer, ein anderes Encoding einschleust, bzw., wie in diesem Fall, UTF-8 durch falsch konfiguriertes Encoding kaputtspeichert. Ein Ansatz könnte sein, im Git-Repo UTF-8 zu erzwingen. Ein Ansatz dafür kann sein, das Encoding in einem Git-Hook zu prüfen. Anbieten tun sich pre-commit (der erste Hook, der greift; client-seitig; Beispiel [1] [2]) und pre-receive (der erste serverseitige Hook; Beispiel).

[Für Stash/Bitbucket Server scheint es auch Möglichkeiten zu geben; ein fertiges Plugin habe ich aber nicht gefunden.]

pre-commit hat den Vorteil, dass sich keine Commits aufstauen, bevor das Problem auffällt. Dafür müssen lokale Hooks aufwändig verteilt/aktiviert werden – bsplw. über separat eingecheckte Verzeichnisse, die gesymlinkt (aber was ist mit Windows? Was mit wirklich lokalen Hooks? Und was ist noch zu beachten?) oder kopiert werden. Für pre-receive gelten Vor- und Nachteile inversiert, außerdem benötigt man Zugriff auf den Server auf Dateisystemebene.

Lange Rede, kurzer Sinn: Aus Gründen haben wir uns für einen pre-commit entschieden. Das Skript muss dabei .git/hooks/pre-commit heißen. Ich hätte ein Verzeichnis pre-commit mit Skripten darin erwartet, aber das wirft einen

cannot spawn .git/hooks/pre-commit: No such file or directory

Und es war gar nicht so einfach, eine Datei überhaupt mit dem falschen Encoding abzuspeichern. Sublime und Notepad++ haben sich (stillschweigend, was Notepad++ angeht) geweigert. Schließlich habe ich es mit IntelliJ geschafft, was allerdings auch gewarnt hat. Keine Ahnung, wie das ursprüngliche Problem überhaupt zustande kam.

Lokale Kopie des Skripts:

[Achtung: Das Skript kann nicht mit Binaries umgehen! Und das schließt bereits .woff ein. Offenbar ist es auch nicht trivial, Binaries zu erkennen; Internet nutzt dazu die Dateigröße oder auch Fileextensions. Ersteres scheint mir unzuverlässig, man denke an kleine Grafiken. Zweiteres ist sehr aufwändig…]

Beispielhafte Ausgabe (“ISO 8859-1.txt” heißt die Datei):

Und, der Vollständigkeit halber: Die Einstellung von Intellij:

btw: In Eclipse kann man Settings als Textfile exportieren und bsplw. in einem Repo ablegen – in IntelliJ scheint das nur als .jar exportierbar zu sein, bzw. über einen “IntelliJ Configuration Server” (WTF!?) verteilbar?

Java: Aus GWT in die Browser-Konsole loggen

Möchte das nicht immer googlen:

Logger und Level sind aus java.util.logging, also alles eigentlich recht naheliegend.

UPDATE

Die andere Methode hat allerdings den Vorteil, als Error zu loggen, was sich leichter rausfiltern lässt.

org.hibernate.MappingException: No Dialect mapping for JDBC type: -9

Folgendes Setup: Play 1.2.5.3, also Hibernate 3.6.10. Damit eine native Query auf einen MS SQL Server.

Folgender Fehler:

WTF? Die Query ist da übrigens nicht erst seit gestern drin, den Fehler gibt es aber erst seit Neuestem.

stackoverflow sagt nun zuerst mal:

The type -9 is java.sql.Types.NVARCHAR

und weiterhin (das liest man auch an anderer Stelle, der Fairness halber), die Lösung wäre:

Kurze Prüfung: Das fragliche Feld ist sowieso ein varchar. Außerdem hat es natürlich normalerweise einen Grund, nvarchar zu benutzen – nvarchar ist ein varchar, das Unicode unterstützt. Das will man nicht zurück casten. Macht also doppelt keinen Sinn. Vielleicht kommt der Fehler initial daher, dass das Feld seit Kurzem mit einem per String.toUpperCase() transformiertem String befüllt wird, vielleicht hilft hier ein String.toUpperCase(Locale), damit nicht implizit ein Unicode-String daraus wird. Klingt irgendwie auch merkwürdig, aber hey: Es ist ein MS SQL-Server! 🙂

Wie auch immer, wir haben durchaus nvarchar-Felder, und wollen die auch nutzen. stackoverflow sagt nun weiterhin, man müsse den nvarchar-Typ explizit bekannt machen, wenn er das im aktuell von Hibernate verwendeten SQL-Dialekt (und das ist hier SQLServer2008Dialect) nicht ist (ist er zwar, aber wenn’s der Sache dient…):

Ausprobiert, geht nicht. Nun gibt es neben registerColumnType auch registerHibernateType (Quelle), und damit geht’s:

Fast vergessen: Das ganze wird dann natürlich auch nicht per XML, sondern per application.conf konfiguriert:

HTH

Hibernate Envers Timestamp

Ein Envers Timestamp sieht in der Datenbank bsplw so aus: 1441090155727 (und ist ein Bigint). Das wäre der 30.04.47636, 06:02:07, und ich bezweifel, dass der Datenbankeintrag aus der Zukunft kommt. Die Lösung ist so naheliegend wie einfach: Die letzten drei Stellen stehen für die Millisekunden, der “korrekte” Timestamp lautet 1441090155, und das ist der 01.09.2015, 08:49:15.

Hibernate Interceptor mit Play 1.2.x

Update: Man beachte das PS!

Neulich wollte ich (möglichst generisch) wissen, welches Feld von einer Entity modifiziert wurde. Internet sagt, das ginge mit einem Interceptor:

Leider ist für Play nicht offensichtlich, wie man einen solchen einbindet… zumindest nicht für 1.2.x. Es gibt hibernate.ejb.interceptor, das ist es aber nicht. Tatsächlich gibt es “parallel” (“This property can not be combined with hibernate.ejb.interceptor”) noch hibernate.ejb.interceptor.session_scoped – und der geht:

Good to know: Man kann die Entity als solche hier nicht mehr ändern! Man kann aber das zu ändernde Property in currentState suchen und setzen (oder ergänzen) 🙂 Dann sollte man true zurückgeben, statt super.onFlushDirty(...). Quelle.

<Update>Interceptors haben noch einige andere nette Methoden, so kann man beispielsweise zentral checken, welche Entitäten geändert, inserted oder deleted worden sind.</Update>

PS: Internet sagt außerdem, dass Play schon einen eigenen Interceptor nutzen würde… klang für mich ein wenig so, als würde es Probleme geben, wenn man den “überschreibt” – ich konnte aber keine feststellen und das ist leider auch der Fall: im play.db.jpa.JPAPlugin wird ein eigener Interceptor verwendet, der dafür sorgt, dass Entitäten nicht automatisch gespeichert werden (Hibernate Standard?). Das bloße Verwenden eines eigenen Interceptors hebelt dies aus!

PPS: tgorres hat einen Workaround gefunden, siehe Kommentare. Vielen Dank dafür!

Play Dependencies für JBoss ActiveMQ mit Zookeeper

Es gibt bereits ein gutes Tutorial, wie man eine MQ via Zookeeper anspricht, hier aber noch mal explizit für Play (1 und 2).

Schritt 1: Libraries hinzufügen

Play 1

Die Excludes waren für mein Setup nötig, das müssen sie aber nicht generell sein:

Damit das funktioniert, müssen die folgenden Repositories in den Ivy-Setting definiert werden:

Eine Anmerkung dazu: Das “Early Access” Repo ist meiner Einschätzung nach eigentlich nicht nötig; alle letztlich verwendeten Dependencies kommen aus dem “Releases” Repo. Aber: Offenbar gibt es irgendwelche transitiven Dependencies, die dort zu finden sind. Sie werden “später” durch andere transitive Dependecies “überschrieben”, aber sie müssen trotzdem aufgelöst werden können! Andernfalls funktioniert zwar auch alles, aber es gibt unschöne Warnings. Und ich habe einige Zeit darauf verwendet, das “Early Access” Repo durch force und exclude wegzukonfigurieren – ein Fass ohne Boden 🙂

Play 2

Schritt 2: Konfiguration

Schritt 3: Im Code

HTH!

Java: Object Type Mappings in Elasticsearch

Verschachtelte Strukturen in Elasticsearch zu mappen, ist strukturell gesehen eigentlich gut dokumentiert, siehe Object Type (Achtung: Nicht zu verwechseln mit Nested Type!). In Java kann dabei trotzdem einiges schiefgehen – zumindest in v0.90.x, über die aktuellen Versionen kann ich nichts sagen.

Zuerst ein Klassiker, wenn man sich die zahlreichen Tipps dazu im Internet ansieht:

Merge failed with failures {[mapper [field.innerField] has different index values, mapper [field.innerField] has different tokenize values, mapper [field.innerField] has different index_analyzer]}

Das liegt gerne mal daran, dass der Index vor dem Mapping aufgebaut wurde. Was aber nicht bedeutet, dass man das selber explizit so macht! Es kann ganz simpel daran liegen, dass die früher erzeugten (und jetzt veralteten) Dateien auf der Platte nicht mehr passen. Alle Dateien löschen und neu erzeugen lassen, dann kann der Fehler schon verschwunden sein m(

Dann, auch sehr verwirrend: Der XContentBuilder hat eine string()-Funktion (nicht zu verwechseln mit toString()). Die hilft beim Debuggen insofern, als dass man das erzeugte Mapping/JSON ausgeben kann. Allerdings “tut” string() intern irgendwas, keine Ahnung, den Stream schließen oder so. Mit einem string() im Code bekommt man eine NullPointerException in UTF8JsonGenerator.writeRaw(UTF8JsonGenerator.java:670). Tollerweise (trollerweise?) liegt die Klasse zwar unter org.elasticsearch.common.jackson.core.json.UTF8JsonGenerator, die Sourcen sind aber nicht Teil der ES-Sourcen… und der UTF8JsonGenerator hat sehr viele writeRaw()-Methoden.

Bis man darauf kommt, dass es ausschließlich an string() liegt, kann schon mal einige Zeit vergehen: Mit einem string() im Code kann man zwar das erzeugte JSON ausgeben, dieses ist aber völlig irrelevant. Es kann sogar ungültig sein, etwa durch ein überzähliges endObject() – durch string() sieht man statt des eigentlichen

 JsonGenerationException: Current context not an object but ROOT

nur den NullPointer von oben.

Trotzdem ist string() nötig, denn drölf verschachtelte endObject() und field() werden schnell unübersichtlich. Meine Empfehlung: Das JSON unter Einsatz von string() gemäß der Doku aufbauen, string() dann auskommentieren, und erst dann die auftretenden Fehlermeldungen lesen.