Ubuntu: Chrome Proxy Settings (ohne Plugin)

Chrome lässt einen die Proxy-Einstellungen nicht über das UI machen:

When running Google Chrome under a supported desktop environment, the system proxy settings will be used. However, either your system is not supported or there was a problem launching your system configuration.

But you can still configure via the command line. Please see man google-chrome-stable for more information on flags and environment variables.

Aber über die Kommandozeile geht es:

Dann die drei “Exec”-Einträge erweitern:

UPDATE

Da Chrome fantastischerweise alle 12 Minuten eine neue Version raushaut, und Ubuntu dann die Settings überschreibt:

macht das oben beschriebene in einem Rutsch (unter Ubuntu 14.04, in anderen Shells mag die Syntax von sed anders sein)

Eine “Google Custom Search Engine” über mehrere Domains

Es gibt (mindestens) zwei Arten, einzelne Domains in Googles “Benutzerdefinierten Suchmaschinen” zu unterscheiden:

  1. Für jede Domain eine eigene Suchmaschine anlegen. Vorteil: Separate Keywords, Description, … für jede Suchmaschine. Nachteil: Jede Suchmaschine kostet separat beim Upgrade auf die kosten­pflichtigen Features
  2. Die Domains alle derselben Suchmaschine hinzufügen, und bei Aufruf per Parameter “as_sitesearch” filtern (Quelle, Docs). Vor-/Nachteile sind genau umgedreht.

PS: Option 2 funktioniert nicht nur für Domains, sondern auch für Verzeichnisse, also etwa “example.com/de” vs. “example.com/en”

RIP Reader, bye Google

Am 13.3. hat Google angekündigt, den Reader einzustellen. Heise spricht von “zerstörtem Vertrauen“, woraufhin der ein oder andere Kommentar Naivität und/oder Weinerlichkeit unterstellt. Ich sehe das aber ganz genauso und möchte erklären:

Ich konsumiere im Netz, grob gesagt, drei Arten von Inhalten:

  1. Bestimmte Informationen, die ich (mangels brauchbarer Alternative über Googles Suchmaschine) ungezielt suche, beispielsweise Lösungen zu Coding-Problemen.
  2. Unbestimmte Informationen zu sehr bestimmten Themengebieten:
    1. Zu einigen Themengebieten gibt es bereits aggregierende Seiten: Spon oder Tagesschau.de für News, Facebook oder Twitter für’s Social Web, etc
    2. Zu allen anderen Gebieten nutze nutzte ich den Reader: Tech, Comics, Design, etc

Aus meiner Sicht hat Google am 13.3. angekündigt, mir den Zugang zu 1/3 meiner Netzinhalte zu kappen. Mit einer fadenscheinigen Begründung, wenn man sie denn überhaupt so nennen kann. Im Wesentlichen “weil es geht”.

Doch es gibt auch Stimmen, die dies positiv sehen. Und sie mehren sich. Der Grundtenor dabei: Irgendwo zwischen “Fuck Yourself” und “Yeah, die Chance für Alternativen!”. Wobei beides vermutlich auf’s selbe rauskommt.

Ich persönlich mag noch gar nicht abschätzen, was diese Entscheidung letztendlich bedeutet. Ich denke, auch bei Google wird man dies nicht können. Die Petition auf change.org verzeichnet 120.000 Unterschriften – in den ersten drei Tagen! Ich habe auch unterschrieben, aber halte es mit heise: Google kann mir zukünftig den Buckel runter rutschen. Die Nachricht vom Tod des Reader hat es bis in’s Fahrgastfernsehen des HVV gebracht, was mir sagt, dass Google entweder absolut unterschätzt hat, welche Bedeutung der Reader hatte – oder es war Google scheißegal. Beides untergräbt eben Vertrauen.

Es ist allerdings fast befreiend zu sehen, was in den letzten Tagen an Alternativen alleine zum Reader diskutiert wurde und wird: Feedly (basiert auf einem Browserplugin und ist mir zu “aufbereitet”), The Old Reader (schon vielversprechender, aber hoffnungslos überfordert mit der Masse an Umsteigern), fever (kostenpflichtig und selbstgehostet, trotzdem mein aktueller Favorit), …

Darüber hinaus sind mir einge Alternativen für Googles Kalender über den Weg gelaufen, allen voran sei das entsprechende Modul von ownCloud genannt. Es entstehen wieder Diskussionen über Alternativen zu GMail. Microsofts Online-Office ist eh eine Klasse besser als die Google Docs (schon, weil sie näher am “Original” sind). Mein Google+ Account habe ich schon vor Monaten gekündigt, es könnte auch schon in den Bereich eines Jahres oder mehr gehen. Die ersten wechseln von Chrome zurück zu Firefox. Usw usf.

Apropos Firefox: So eine Spannung habe ich zum letzten mal erlebt, als der Firefox die kritische Masse überschritten hat. Als die Leute gemerkt haben, dass sie nicht den Internet Explorer nutzen müssen. Das hat eine Entwicklung eingeleitet, die Microsoft doch ziemlich unter Druck gesetzt hat.

Schauen wir mal.

Android Kalender: File-Import?

Anforderung an eine Webseite mit Event-Daten:

Clicking the button adds the event to the phone calendar.

Mangels weiterer Anforderungen gehe ich mal von iPhone, Android, idealerweise Windows Phone als Zielplattform aus. Gehe ich also zur Wikipedia, und sehe mich ein wenig um:

Gesagt, implementiert. Stellt sich aber heraus, dass die Kalender-App auf Android eine .ics-Datei nicht öffnen kann. Hm, kann nicht angehen! Hilfe der App geöffnet, “ics” gesucht, und Folgendes gefunden:

Termine aus iCalendar- oder CSV-Dateien importieren
Wenn Sie Termine aus iCalendar- oder CSV-Dateien importieren möchten, gehen Sie wie folgt vor:
1. Klicken Sie auf den Abwärtspfeil neben “Weitere Kalender”.

Nur: Wo ist der Button “Weitere Kalender”? Tja, nirgendwo! Die Hilfe der App ist nämlich die Onlinehilfe für www.google.com/calendar! Und da gibt’s den Button! Wie link ist das denn? Und ich suche den eine halbe Stunde lang!

Ungläubig surfe ich noch ein wenig rum, und finde einen entsprechenden Bug von sage und schreibe November 2008 (und immer noch aktiv!). Die Kommentare unter dem Bug werden zusehends schärfer, und das zurecht. Denn ich war auch weitere zwei Stunden später nicht in der Lage, ein dediziertes Kalenderformat zu identifizieren, das vom Android mit dem Kalender geöffnet wird (CSV ignoriere ich dabei, denn das wird im Zweifel mit dem Texteditor oder der Excel-App geöffnet).

Fairerweise muss ich sagen, das Windows Phones .ics-Dateien auch nicht öffnen können – aber zumindest behaupten sie nicht das Gegenteil 🙁

Google Suchergebnis: Elemente entfernen

Seit dem Abschalten der Möglichkeit, Seiten aus dem persönlichen Suchergebnis zu entfernen, nervt mich keine Funktion mehr als diese Seiten-Preview auf Google. Abhilfe schafft Greasemonkey in Verbindung mit diesem Skript.

Und wenn man

durch

ersetzt, verschwindet sogar noch der +1-Button 🙂

UPDATE:

Es stellt sich heraus, dass der obige Code zwar den Preview-Button verschwinden lässt, aber da er natürlich nicht die eigentliche Funktion deaktiviert, kann man durch Klick auf einen Eintrag im Suchergebnis immer noch die Preview öffnen. Das wird unterbunden durch ein “!improtant” 😉