(Runeaudio|moOde|Volumio) mit Hifiberry Amp2 auf Raspi 3B+

Setup: Ein Hifiberry Amp2 auf einem Raspberry 3 B+.

Frage: Welches OS nutzt man jetzt? Laut Internet stehen Volumio, RuneAudio und moOde. Alle drei basieren auf demselben Ursprungsprojekt, also ene mene muh:

Rune:

None of the existing Rune images will work on the new Pi 3B+.

  • Es gibt zwar einen (Stand heute; Tendenz steigend) 48 Seiten langen Thread zu einer “Beta”- (die sind alle beta, so what) Version aus Februar 2017, mit “Ich habe diese Datei geändert”, “Ich jenes Setting auskommentiert” – also das macht schon mal nicht viel Hoffnung… und tatsächlich: 0.4-beta_20170229 funktioniert auch nicht.

Also moOde:

  • muss kompiliert werden, direkt auf dem Pi, unter Raspbian Stretch Lite in der Version vom 13.3.2018 – “No other release is guaranteed to work.” 🙄 Die aktuelle Version ist vom 18.4.2018, aber ich habe die “alte” noch Rum liegen.
  • Also: 13.3.2018 installieren, starten, /boot wird zum Glück automatisch vergrößert, moOde benötigt mindestens 2.5GB. Dann:
    1. sudo wget -q http://moodeaudio.org/downloads/mos/mosbuild.sh -O /home/pi/mosbuild.sh
    2. sudo chmod +x /home/pi/mosbuild.sh
    3. sudo ./mosbuild.sh
    4. warten. Lange. Man bekommt keinerlei Fortschrittsanzeige. Und auch keinerlei Erfolgsmeldung; irgendwann ist der Pi halt aus 🙄
  • Ein Neustart zeigt:
    • Die Installation war tatsächlich erfolgreich
    • das UI ist Mist, bzw. nicht “mobile first” (was ja ok wäre), sondern eher ein “mobile only”
    • Lautstärke hängt bei 0%, lässt sich auch nicht ändern

Angesichts des UI habe ich dann auch keine Lust, mich weiter damit zu befassen.

Also Volumio:

  • Installation problemlos; als Device wird direkt “snd_rpi_hifiberry_dacplus” zur Auswahl gestellt, das ist korrekt:

If the software you’re using doesn’t provide the Amp2 as an output option, you should use the HiFiBerry DAC+ driver as the Amp2 is basically a DAC+ with an integrated power stage.

  • Aber: Lautstärkeregelung funktioniert wieder nicht!? Dieses mal hängt sie auf 100% 😐
  • Das UI hat ebenfalls Probleme: Es ist webbasiert und startet im Chromium, der dabei schon mal eine Fehlermeldung bringt, man hätte beim letzten mal nicht alle Tabs geschlossen. Hilfetexte sind hin und wieder leer. Ein WLAN, das auf 2.4 und 5 GHz sendet, wird doppelt angezeigt (ja, das liegt primär an den Einstellungen im Router, aber andere UIs bekommen das auch hin)
  • Es gibt “Plugins”, die sich aus dem Webinterface heraus installieren lassen – theoretisch. Das Plugin für TouchPanels etwa kann man nicht installieren, ohne vorher auf der Kommandozeile tätig zu werden. Warum? Das scheint mit 2.444 behoben zu sein!
  • Hat man das Touchpanel-Plugin installiert, bootet man aber automatisch in das Webinterface, wie kommt man dann in die Kommandozeile? Etwa per SSH, das aktiviert werden muss: Eine Datei “ssh” in der “boot”-Partition anlegen, oder unter http://volumio.local/dev/. User/Passwort sind volumio/volumio

Aber zurück zur Lautstärkenregelung: Laut Entwickler vom Hifiberry ist das ein Problem von Volumio, zumal alsamixer funktioniert. Und tatsächlich: Das Problem ist (indirekt) das UI. Man muss unter “Playback Options” → “Volume Options” → “Mixer Control Name” von “Analog” auf “Digital” wechseln und speichern. Das Pop Up a la “Alles gespeichert und neu gestartet” muss man ignorieren und den Pi neustarten.

Dann geht’s.

Marconi Union – Weightless

Es gibt offenbar einen Song, “der von Stress befreit” (es gibt weitere Quellen, aber die sagen alle Ähnliches) – man soll ihn tatsächlich nicht beim Autofahren u.ä. hören 😄. Klar, den muss ich mir anhören:

Ich muss sagen: Joa. Hätte ich mehr von erwartet, vor allem nach dem Teil mit dem Autofahren. Aber falls das wer total geil findet: Ich empfehle Bohren & der Club of Gore; je nachdem, wen man fragt, spielen die “Horror-Jazz” (😳), “Doom Metal” oder: “Musik an der Grenze zum Stillstand”.

CDs

Ich kaufe noch CDs (ok, meistens von Ebay). Ich habe auch Schallplatten, aber CDs sind praktischer. Rein technisch sind sie sogar überlegen, “werden aber seit ein paar Jahrzehnten nur noch mit Radioqualität befüllt”, wie Gregor so schön sagt. Zum Vergleich von LP und CD auch ein interessanter Kommentar auf heise (Formatierung & Kürzung von mir):

  • Es muß darauf geachtet werden, dass die Nadel nicht aus der Rille fliegt. Dies braucht bei der CD nicht beachtet zu werden. Das ist schon die erste Klangverfälschung bevor das Produkt in die Produktion geht.
  • Am Anfang legt die Plattennadel (und auch der Schneidstichel während der Aufzeichnung) noch einen langen Weg zurück. Doch später, am Ende des Stückes hat man nicht mehr so viel Platz für die hohen Frequenzen. Das bedeutet, auch hier werden die hohen Frequenzen nicht mehr so sauber wiedergegeben.
    Das war der Grund für die “Long Singles”, Weshalb man sich Platten in Langspielplattengröße gönnte die mit 45 Umdrehungen pro Minute drehten und dann nur ein längeres Musikstück abspielten.
  • Das Stereoproblem. Wie bekommt man es hin das man auf der gleichen Schallplatte Stereo und Mono gleichzeitig hören kann? Man dreht die Aufzeichnungsachse um 45° in die Platte hinein und hat dann zwei Ebenen. Doch damit bekommt man das Problem der Kanaltrennung des Aufzeichnungsarms. Denn die Tonabnehmer tasten von einem radialen Punkt ab, während der Schneidstichel sauber und grade geführt wird. So treten zwangsweise Winkelfehler auf die sich auch in der Wiedergabe wiederfinden.
  • Das Abtastproblem. Neben der radialen Abtastung bei graden Schnitt kommt noch die Form der Nadel vs. Stichel hinzu. Dann Wellenschlag der Platte, exzentrizität der Plattenmitte und der Abnutzungsgrad der Schallplatte … das alles macht die Schallplatte nicht sexy. Und wer die Produktionsbedinungen gesehen hatte, wo die Schallplatten gefertigt wurden (Drecksloch vs. Hochreinraum). der hat sich damals für die CD entschieden. Also das war bei mir so.

Der hier erwähnte Loudness-War (Wikipedia) brachte mich (ebenfalls Dank an Gregor) auf diese Datenbank mit Informationen zu vielen Veröffentlichungen – und irgendwie entwerten die gerade meine CD-Sammlung :-/ So viel dazu.

5 Alben für die Insel

UPDATE: Sieht so aus, als würde meine bisherige Methode, “Tracksets” einzubinden, nicht mehr (überall?) funktionieren 😡 Der Trick scheint zu sein, in den Einstellungen -> erweiterte Einstellungen -> Öffnen von Spotify über Web-Links erlauben:

Unter Linux geht es gar nicht, auf dem Telefon auch nicht. Ich stelle nach und nach alles auf Playlists um, das dauert aber eine Weile. Ich melde mich.

Fünf Alben “für die einsame Insel”, ohne besondere oder wertende Reihenfolge. “In a nutshell” ist jeweils eine Spotify-Playlist mit fünf ausgewählten Songs des Albums (deren Skripte dürfen dazu nicht geblockt sein, Google Analytics leider auch nicht).

Long time no hear! Ich bin wieder dem alten Fehler verfallen und wollte einen Themenbeitrag machen… mit dem Ergebnis, drei angefangene Posts vor mir her zu schieben. Anyway, dann also durcheinander:

Doors – In Concert

Die Doors höre ich inzwischen selten, aber das war mal anders: Zu Jugendzeiten hatte ich ein Poster von Jim Morrison über dem Bett hängen 🙂 Und das Doppelalbum hier ist gleichzeitig ein Best of – wie es meiner Meinung nach sein sollte bei Live-Alben, zumindest, wenn es nur ein Livealbum gibt.

PS: Ich bin etwas abgewichen von der “5 Songs”-Policy, aber erstens handelt es sich in diesem Fall um ein Medley, und zweitens wäre mir das sonst auch egal 🙃

Bruce Springsteen – The Ghost of Tom Joad

Das Rolling Stone Magazine titelte damals “Quo Vadis, Bruce?” Dieses Album ist so ganz anders als die aus E-Street-Zeiten, aber meiner Meinung nach die konsequente Weiterentwicklung der Idee “Working Class”: Während es früher um Aufwachsen, den eigenen Platz im Leben oder den (Vietnam-) Krieg ging, wird es hier deutlich ruhiger, gesetzter (rein musikalisch jetzt mal, inhaltlich habe ich gerade nicht so den Überblick), aber auch melancholischer. Wie man halt so wird, wenn sich die vorherigen Themen nicht in jedem Detail nur zum positiven gewendet haben.

Neko Case – Fox Confessor Brings the Flood

Das hatten wir noch nicht?? Hätte ich nur (ein mal) fünf Alben, dieses wäre dabei. Habe ich ungefähr den ganzen Sommer 2006 gehört; zuerst über das großartige Radio Paradise (woher ich das Album auch kenne), dann habe ich die CD von meiner damaligen Freundin bekommen. Ich liebe Nekos Stimme immer noch, und/aber ganz besonders auf diesem Album… das mit 38 Minuten sehr kurz ist, die Zeit kann und sollte man sich nehmen!

Art Blakely – Moanin’

OK, noch mal kurz Jazz. Ich verspreche, das war’s dann auch erst mal; Jazz höre ich auch eher im Winter. Das Album hier wurde übrigens von Rudy Van Gelder überarbeitet, der letzten August gestorben ist, und soll hier als Aufhänger stehen, euch “alle” RVG Edition-Alben an’s Herz zu legen! Jazz ist extrem unübersichtlich, und ich bin da kein (!) Experte, aber meiner persönlichen Erfahrung nach bekommt man einen guten Überblick, wenn man sich Miles Davis aus dem verschiedenen Jahrzehnten anhört, sowie die RVG-Alben.

R.L. Burnside – A Bothered Mind

And now for something completely different: Robert Lee “R.L.” Burnside. Der hat im zarten Alter von ~45 Jahren seine ersten Aufnamen herausgebracht, aber auch das war schon 1967 😅 So richtig ging es wohl erst in den 90ern los, ich stecke da nicht im Detail drin, aber auf diesem konkreten Album arbeitet er (unter anderem) mit Kid Rock, was definitiv anders klingt, als es seine Alben wohl in den 60ern getan haben. Deshalb ist das Album auch auf meiner “White Trash”-Playlist, was nicht nur politisch, sondern auch auf jeder anderen Ebene falsch ist. Aber ich schweife ab. Blues, gemischt mit Kid-Rock-“Rap” und elektronischem Groove.

Note to self: Kid Rock brauchen wir unbedingt nächstes mal!