5 Alben für die Insel

UPDATE: Sieht so aus, als würde meine bisherige Methode, “Tracksets” einzubinden, nicht mehr (überall?) funktionieren 😡 Der Trick scheint zu sein, in den Einstellungen -> erweiterte Einstellungen -> Öffnen von Spotify über Web-Links erlauben:

Unter Linux geht es gar nicht, auf dem Telefon auch nicht. Ich stelle nach und nach alles auf Playlists um, das dauert aber eine Weile. Ich melde mich.

Fünf Alben “für die einsame Insel”, ohne besondere oder wertende Reihenfolge. “In a nutshell” ist jeweils eine Spotify-Playlist mit fünf ausgewählten Songs des Albums (deren Skripte dürfen dazu nicht geblockt sein, Google Analytics leider auch nicht).

Long time no hear! Ich bin wieder dem alten Fehler verfallen und wollte einen Themenbeitrag machen… mit dem Ergebnis, drei angefangene Posts vor mir her zu schieben. Anyway, dann also durcheinander:

Doors – In Concert

Die Doors höre ich inzwischen selten, aber das war mal anders: Zu Jugendzeiten hatte ich ein Poster von Jim Morrison über dem Bett hängen 🙂 Und das Doppelalbum hier ist gleichzeitig ein Best of – wie es meiner Meinung nach sein sollte bei Live-Alben, zumindest, wenn es nur ein Livealbum gibt.

PS: Ich bin etwas abgewichen von der “5 Songs”-Policy, aber erstens handelt es sich in diesem Fall um ein Medley, und zweitens wäre mir das sonst auch egal 🙃

Bruce Springsteen – The Ghost of Tom Joad

Das Rolling Stone Magazine titelte damals “Quo Vadis, Bruce?” Dieses Album ist so ganz anders als die aus E-Street-Zeiten, aber meiner Meinung nach die konsequente Weiterentwicklung der Idee “Working Class”: Während es früher um Aufwachsen, den eigenen Platz im Leben oder den (Vietnam-) Krieg ging, wird es hier deutlich ruhiger, gesetzter (rein musikalisch jetzt mal, inhaltlich habe ich gerade nicht so den Überblick), aber auch melancholischer. Wie man halt so wird, wenn sich die vorherigen Themen nicht in jedem Detail nur zum positiven gewendet haben.

Neko Case – Fox Confessor Brings the Flood

Das hatten wir noch nicht?? Hätte ich nur (ein mal) fünf Alben, dieses wäre dabei. Habe ich ungefähr den ganzen Sommer 2006 gehört; zuerst über das großartige Radio Paradise (woher ich das Album auch kenne), dann habe ich die CD von meiner damaligen Freundin bekommen. Ich liebe Nekos Stimme immer noch, und/aber ganz besonders auf diesem Album… das mit 38 Minuten sehr kurz ist, die Zeit kann und sollte man sich nehmen!

Art Blakely – Moanin’

OK, noch mal kurz Jazz. Ich verspreche, das war’s dann auch erst mal; Jazz höre ich auch eher im Winter. Das Album hier wurde übrigens von Rudy Van Gelder überarbeitet, der letzten August gestorben ist, und soll hier als Aufhänger stehen, euch “alle” RVG Edition-Alben an’s Herz zu legen! Jazz ist extrem unübersichtlich, und ich bin da kein (!) Experte, aber meiner persönlichen Erfahrung nach bekommt man einen guten Überblick, wenn man sich Miles Davis aus dem verschiedenen Jahrzehnten anhört, sowie die RVG-Alben.

R.L. Burnside – A Bothered Mind

And now for something completely different: Robert Lee “R.L.” Burnside. Der hat im zarten Alter von ~45 Jahren seine ersten Aufnamen herausgebracht, aber auch das war schon 1967 😅 So richtig ging es wohl erst in den 90ern los, ich stecke da nicht im Detail drin, aber auf diesem konkreten Album arbeitet er (unter anderem) mit Kid Rock, was definitiv anders klingt, als es seine Alben wohl in den 60ern getan haben. Deshalb ist das Album auch auf meiner “White Trash”-Playlist, was nicht nur politisch, sondern auch auf jeder anderen Ebene falsch ist. Aber ich schweife ab. Blues, gemischt mit Kid-Rock-“Rap” und elektronischem Groove.

Note to self: Kid Rock brauchen wir unbedingt nächstes mal!

Spotify läuft nicht hinter Firmen-Proxy?

Ergänzend zur Anleitung für play.spotify.com: Bei wirklich hartnäckigen Proxys (und unter Ubuntu) hilft es, die App* statt der Weboberfläche zu nutzen:

  1. Spotify beenden, ggf. vorher ausloggen (aber wenn Du eingeloggt bist, liest Du vermutlich diese Anleitung nicht)
  2. Netzwerk trennen/deaktivieren
  3. Spotify starten, mit irgendwelchen Daten versuchen, sich einzuloggen
  4. Spotify meldet einen Fehler und bietet das editieren der Proxy-Settings an
  5. Daten eingeben, bestätigen.

Quelle, und, wobei manuelles Editieren der Config bei mir nicht geklappt hat.

*Installation unter Ubuntu

Ubuntu: Spotify installieren

Schamlos geklaut von.

5 Alben für die Insel

Fünf Alben “für die einsame Insel”, ohne besondere oder wertende Reihenfolge. “In a nutshell” ist jeweils eine Spotify-Playlist mit fünf ausgewählten Songs des Albums (deren Skripte dürfen dazu nicht geblockt sein, Google Analytics leider auch nicht).

Thema heute: Jazz. Weiteres in die Richtung gibt es in meiner Jazz-Playlist.

Dave Brubeck – Plays Music From West Side Story and …

Das erste Jazz-Album, das ich gehört habe, damals aus der örtlichen Bücherei ausgeliehen – also so vor 20 Jahren 🙂 Ich bin jetzt kein Kenner von Bernstein, aber diese Interpretation ist so jazzig und eingängig, dass das offenbar egal ist. Beides liegt sicherlich auch an Paul Desmond, dem Saxophonisten der Band… ich empfehle dringend The Complete RCA Victor Recordings! Und was Dave Brubeck angeht: Natürlich Time Out, was mir aber zu offensichtlich für hier war.

Miles Davis – Kind of Blue

Das “bekannteste Album der Jazz-Geschichte”, und “das einflussreichste” noch dazu, insofern eine langweilige Wahl. Das Album enthält nur fünf Stücke, deshalb im Folgenden das ganze Album.

Miles Davis ist dann schon deutlich weniger eingängig als Paul Desmond; wenn jemandem Jazz zu anstrengend ist, dann ist das Album vermutlich schon zu viel… wobei das noch viel “schlimmer” geht, ich sage nur Bitches Brew 🙂 Die ganz späten Alben, so 80er/90, die sind dann wieder recht okay, wenn auch ganz anders. Der gute Miles hat viel ausprobiert über die Zeit; ich bin aber (ganz generell) eher für die 50er/60er Sachen. In dem Zusammenhang: Miles Davis ihm sein Saxophonist – John Coltrane – ist zwar auch vielgerühmt, mir aber zu stressig.

Cannonball Adderly – Somethin’ Else

Apropos Miles Davis: Der war nicht so wahnsinning oft “Sideman“, aber hier war er es. Was die Eingängigkeit angeht, würde ich das Album zwischen Brubeck und Davis einordnen; man hat recht schnell das Gefühl, mitschnippen zu können. Dahingehend nicht vom Intro des ersten Songs täuschen lassen!

Jiří Stivín – Live At Agharta Jazz Club

Mal etwas weniger mainstreamig: Ich habe Jiří Stivín Ende der Neunziger live in Prag gesehen, und da auch diese CD gekauft. Jiří Stivín spielt ungefähr alles, wo man Luft reinblasen muss, und geht dabei so ab, dass es oft etwas zu viel ist. So auch hier, aber insgesamt hält ihn wohl die Band (und die Tatsache, dass die meisten Tracks altehrwürdige Klassiker sind) etwas in Zaum 🙂 Witzigerweise sitzt sein Sohn auf dem Album am Schlagzeug, bei “meinem” Konzert damals war der nicht dabei… aber bei meinem letzten Besuch in Prag habe ich ihn gesehen, mit der Michal Gera Band. Jazz ist immer ein wenig Seifenoper, “wer hat wann mit wem gespielt”. Dafür habe ich mit dem damaligen Gitarristen dann ein Bier getrunken 🙂

Anyway: Das Album gibt’s nicht bei Spotify, deshalb hier ein Eindruck von einem anderen Konzert:

Jutta Hipp – At the Hickory House

Jutta Hipp kommt aus Leipzig, ist aber nach WWII vor den Russen geflohen, und ’55 dann nach USA migriert. Das Album ist Bar Jazz im positiven Sinne 😉 Wobei man ihr anhört, dass sie deutlich vor den 50ern angefangen hat zu spielen… eines meiner All-Time-Favorite-Alben!

hf!