Öfter mal was Neues: Von Strato zu Uberspace

(zu Folge 1)

Wenn ihr das hier lesen könnt, dann ist mein Umzug zu Uberspace komplett (zumindest aus Sicht eures RSS-Readers). Ich bin jetzt ein Ubernaut 😀 Danke an Tobi für den Tipp.

Aber Ernst beiseite. Worum geht’s bei Uberspace? Uberspace (von “Userspace”, nicht Übermensch oder so) ist Webhosting, “klassisch” ohne Domains (meine laufen deshalb jetzt bei InternetWorkX), dafür mit ungefähr allem anderen:

SSH. Perl. PHP. Python. Ruby. node.js. Erlang. Lua. Compiler. FastCGI. MySQL. CouchDB. MongoDB. Cronjobs. HTTPS. IMAP. SMTP. Webmail. qmail. vmailmgr. maildrop. Spam­Assassin. ezmlm-idx. DSPAM. ~/service. runwhen. Eigene Logs. Backups. 10 GB Plattenplatz.

Zuerst war ich skeptisch, denn es gibt kein Backend-UI; alles wird per Shell konfiguriert. Allerdings macht alleine das (hey, Shell-Zugriff!) neugierig, und die Jungs haben ein spitzen Wiki – auch darin rumzustöbern lohnt den Extraufwand.

Hier trotzdem eine Kurzübersicht über das Einrichten von mehreren Domains auf demselben Uberspace, von dem die Jungs eigentlich eher abraten. Ich habe mich trotzdem dafür entschieden, denn: Bei Uberspace bezahlt man “so viel man will, mindestens 1 (!) €, besser 5 bis 10”. Nun hatte ich die Wahl, jeder Domain einen Space zu spendieren. Dann hätte ich das sinnvollerweise aber auch für die Subdomains von crusy.net machen müssen, denn dort “passiert” viel mehr. Gerade das Argument der Sicherheit zwischen Domains/Spaces zieht bei mir eigentlich nur bei den Subdomains von crusy.net. Nur wäre ich damit auf mindestens 13 Spaces gekommen, was erstens viel zu unübersichtlich und aufwendig (und was, wenn eine weitere Subdomain hinzukommt??), und zweitens viel zu teuer gewesen wäre – selbst mit dem 1 €, mit dem ich mir zu guter Letzt auch noch geizig vorgekommen wäre. Wenn ich mal was wirklich kritisches hoste (OwnCloud oder so), dann hole ich mir einen zweiten Space, aber so muss halt einer reichen.

Deshalb: Aufschalten verschiedener (Sub-) Domains geht bei Uberspace wie folgt:

Einloggen:

Host(s) als Webserver konfigurieren (-w)

Host(s) als Mailserver konfigurieren (-m); man beachte den Namespace:

uberspace-add-domain gibt die IPv4- und IPv6-Daten für die Domain aus, die hinterlegt man im DNS-Eintrag bei (in meinem Fall) inwx. Damit steht dann die Verbindung zwischen Domain und Webspace. Allerdings muss man noch je einen Pseudo-Docroot pro (Sub-) Domain anlegen, diese landen nicht in ~/html, sondern parallel dazu. ~/html ist ein Symlink nach /var/www/virtual/username/html; die Pseudo-Docroots kommen also nach /var/www/virtual/username/xy.tld. Das jeweilige Docroot muss genau wie die Domain heißen.

Achtung: “www” ist eine Subdomain! Sie muss also sowohl mit uberspace-add-domain eingetragen werden, wie auch über ein Docroot verfügen. Nun will man nicht jeden Content doppelt halten, deshalb legt man in /var/www/virtual/username/ mittels

einen Symlink an.

Übrigens: Der erste Monat ist kostenlos, und ein neuer Uberspace ist anonym und in weniger als 30 Sekunden eingerichtet. Also gern mal ausprobieren – hach, ich bin jetzt Fan, merkt man gar nicht, oder?

3 thoughts on “Öfter mal was Neues: Von Strato zu Uberspace

  1. Uberspace rockt. 🙂 Die habe ich mir auch mal vor einigen Monaten angeschaut, und ich kenne zahlreiche Leute und Projekte, die dort ihre Dienste laufen haben. Allerdings war da ein Kollege mit einem eigenen Root-Server. Da er beruflicher SysAdmin ist und ich eigentlich nur Anwender sein möchte (Hauptsache et läuft und ich kann es nutzen) und bei ihm auch im Notfall eine Anlaufstelle für ne Frage habe, habe ich mich entschieden bei ihm unterzukriechen. 🙂 Ansonsten wär meine erste Wahl auch Uberspace gewesen… Meine Domains habe ich ansonsten bei domaindiscount24.com.

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