Safari blockiert Plugin ohne entsprechenden Hinweis?

Safari blockiert Plugins wie Flash und Java. Normalerweise bekommt man einen entsprechenden Hinweis:

es sei denn, man hat diesen Hinweis explizit deaktiviert. Manchmal erscheint der Hinweis allerdings nicht, und keiner weiß, warum. Eine erste Beobachtung: Wenn ich in den Entwicklertools (oder wie auch immer das beim Safari heißt) die Höhe des SWFs von 100% auf 99% ändere, dann erscheint der Hinweis. Vielleicht liegt’s an den 100%? Aber nein, steht das SWF schon beim Laden auf 99%, bleibt der Fehler. Es muss also am Repaint liegen, der durch die Änderung in den Entwicklertools ausgelöst wird.

Deshalb, die Lösung: Eine Millisekunde Verzögerung zwischen Seitenaufbau und Rendering des SWF

Plus: Safari scheint die Seite nach Freischaltung des Plug-Ins aus seinem Cache zu ziehen und dann irgendwie durcheinander zu kommen. Deshalb setze ich die folgenden Header für die Seite:

Dann geht’s.

Ich weiß, warum ich froh bin, mich mit diesem Crossbrowser-Gedöns nicht mehr (allzu oft) beschäftigen zu müssen m(

AS3/OSMF: Bug im MediaPlayerSprite bei Browser-Resize

OSMF 2.0 hat einen Bug: Ich positioniere ein MediaPlayerSprite mittig auf der Bühne und skaliere es so, dass es eine gewisse Fläche immer füllt. Das Video darf links/rechts oder oben/unten aus der Fläche rausragen, solange die Fläche gefüllt ist (“scale proportional outside”).

Wenn ich allerdings den Browser ganz schmal ziehe, sehe ich unregelmäßig andere Ausschnitte des Videos. Die x-Position des MediaPlayerSprites stimmt genau, das Video darin aber nicht.*

Und, noch abstruser: Wenn ich den Browser am Rand anfasse und skaliere, dann verhält sich das Video anders, als wenn ich den Browser in der Ecke anfasse. Darauf muss man auch erst mal kommen; das sollte man sich merken für’s nächste Projekt.*

*getestete Flash Player Versionen: 11.x (nicht alle), 12.0

Wie auch immer: OSMF 1.6 hat diesen Bug ebenfalls, OSMF 1.5 allerdings nicht. Dafür sieht das Video in 1.5 unschön aus; offenbar ist smoothing nicht gesetzt. Es ist nicht ganz offensichtlich, wie man an das Video eines MedaPlayerSprites rankommt, aber das soll hier nicht das Thema sein 🙂 Weitere Einschränkung: StageVideo gibt es erst ab OSMF 1.6 – vielleicht liegt der Bug also auch im StageVideo?

HTH

AS3/OSMF: Auf VideoElement zugreifen

Als Ergänzung zu neulich:

via

Amazon: S3 Upload und CloudFront Invalidierung

Amazon macht die Sache aber auch spannend. Hier eine Doku:

S3 Upload:

An Bordmitteln habe ich nur den Upload per Webinterface gefunden (man möge mich korrrigieren). Der “kann” aber keine Ordner, und wer nicht den ganzen Verzeichnisbaum von Hand erstellen möchte, verwendet ein Tool wie zB Cyberduck. Dazu benötigt man die “Access Key ID” und den “Secret Access Key”.

Ersteren findet man, wenn man im Menu unter seinem Namen auf “Security Credentials” geht:

Man landet auf einer Seite, wo der Key unter “Access Keys (Access Key ID and Secret Access Key)” versteckt ist. Der (jeweils, man kann zwei IDs haben) zugehörige Key findet sich allerdings nicht dort, sondern auf der unter den IDs verlinkten Seite. Der Key wird jedes mal neu erzeugt, also gut wegspeichern. Quelle.

Cyberduck bringt ein Preset für S3-Verbindungen mit, dort trägt man die Access ID als Benutzernamen ein; der Key dient als Passwort:

“Publishen” der hochgeladenen Files nicht vergessen m(

CloudFront Invalidierung

Invalidieren kann man seine Distribution in der Console, unter den “Distribution Settings”->”Invalidations”. Allerdings muss man wissen, dass man nicht mit Wildcards arbeiten kann – man muss jede URL explizit angeben:

You must explicitly invalidate every object and every directory that you want CloudFront to stop serving. You cannot use wildcards to invalidate groups of objects, and you cannot invalidate all of the objects in a directory by specifying the directory path.

Also erstelle ich mir vor dem Upload ein Listing des Ordners:

Und trage das dann dort ein.

Muss man wissen.

Festplattendaten wiederherstellen

Was war passiert? Zuerst mal habe ich letztes Jahr geheiratet. Aus Sicht dieser kleinen Anekdote war das quasi der erste Fehler (Scherz, Schatz!). Und meine Frau hatte einen Junggesellinnenabschied, der auf Video festgehalten wurde – “Video” wie in “Videokassette”. So einen Kassette ist allerdings mächtig unpraktisch, deshalb wollten wir sie digitalisieren. Bietet sich doch an, so der Gedanke, den tollen Plasma im Wohnzimmer zu nehmen, denn der kann USB-Recording! Genug Platz sollte auf der alten 80GB-Platte sein, also wird diese flugs leergeräumt und alles auf die 500GB-Platte verschoben. Doch der Fernseher sagt, der Gerät würde nicht unterstützt. Wieso denn bloß? Weil der Fernseher aus Gründen, die niemand versteht, nur Platten ab 160GB unterstützt. Na gut, wenn es denn so sein muss: Flugs die alte 320GB-Platte leer geräumt und ebenfalls alles auf die 500GB-Platte verschoben.

An dieser Stelle klingelte nun aber das Telefon und ich bekam einen nervenaufreibenden Anruf, dessen Inhalt hier nichts zur Sache tut. Aber um mich abzulenken, wartete immerhin mein Projekt auf mich! Puh. Noch ganz in Gedanken schloss ich schnell die Platte an den Plasma an, “500GB formatieren?” klar!, los geht’s. Man muss dazu wissen, dass der Fernseher die Platte wirklich formatiert, denn aus lizenzbullshittigen Gründen kann man die Platte hinterher an keinem anderen Gerät außer genau diesem Fernseher abspielen.

Doch Moment: “500GB”? Tick… tick… Nein! Natürlich nicht die 500GB-Platte mit inzwischen allen Daten! Sondern die 320GB, verdammt, schnell Stecker rausgezogen, aber es war wie befürchtet: Die Platte wurde nicht mehr erkannt. Alle Daten futsch. Alle mit meiner Spiegelreflex geknipsten Bilder, alle alten Dokumente, alle Videos, zum Teil noch aus Abizeiten.

Zurecht könnte man jetzt sagen “Selber schuld!”, warum habe ich auch kein Backup. Das habe ich zwar jetzt, in Form einer DS213j mit 2x3TB plus externer Platte für’s eigentliche Backup. Nun müssen aber noch die Daten wieder her, und damit kommen wir zum eigentlichen Thema:

Jede entsprechende Quelle rät dazu, vor dem Versuch, Daten wiederherzustellen, ein Backup der Platte zu machen. Dann geht im Zweifelsfall nicht noch mehr kaputt. Doch das ist leichter gesagt, als getan – zumindest mit folgenden Anforderungen an eine entsprechende Software:

  1. möglichst kostengünstig
  2. blockweises Klonen, denn aus OS-Sicht waren die ersten zwei Platten leer, und die dritte nicht lesbar
  3. bedienbar. Man mag lachen, aber trotz technischem Studium
  4. das OS war mir sogar egal – ich habe einen Mac mit Windows 8 in Parallels

Über Punkt 3 mag man lachen, aber mir war es trotz technischem Studium und entsprechendem Beruf nicht bei jedem Programm (ja, SuperDuper und Carbon Copy Cloner, ich rede von euch!) möglich, das versprochene blockweise Klonen auch nur zu finden, geschweige denn zu starten.

Long story short: Das einzige Programm, das alle Kriterien erfüllte, war das HDD Raw Copy Tool.

Nächster Schritt: Die Wiederherstellung der Daten. Bei einem entfernt ähnlichen Vorfall ca. 2006 hatte ich schlechte Erfahrungen gemacht – das damals eingesetzte Tool (ich glaube, es war eine frühere Version von O&O DiskRecovery) rödelte drölf Stunden über die Platte, um eine zig GB große Textdatei mit gefühlt klingonischem Inhalt “wiederherzustellen” (natürlich hatte ich vorher keine solche Datei), sowie einiger 0 Byte großer MP3s. Diese wurden aber direkt auf der Platte wiederhergestellt (=gespeichert), was die Erfolgswahrscheinlichkeit eines weiteren Versuchs… beeinträchtigte. Aber gut, dafür hatte ich ja mein HDD Raw Copy.

Umso erfreuter war ich, als ich auf ein nichtinvasives Tool stieß. Vielleicht sogar auf mehrere; den genauen Grund, warum ich dieses wählte, oder ob es direkte Konkurrenz gab, habe ich vergessen. Hätte ich mal ein Backup von dem Grund gemacht, haha. Wie auch immer: EaseUS’ Data Recovery Wizard heißt mein Programm der Wahl. Das Ganze funktioniert so, dass die Daten erst gesucht werden, dabei wird eine Art Index angelegt. Im RAM, nicht auf der Platte; man kann ihn später exportieren. Danach kann man die gefundenen Dateien separat auswählen und exportieren. Ich empfehle allerdings die aktuelle Version 7; Version 6 hatte mit der teilweise formatierten 500er Festplatte Probleme, und hängte sich beim Erstellen des Index’ immer an derselben Stelle auf. Bei einer Dauer von ca. 2 Std pro 100GB nicht witzig 😉

In Version 7 war aber auch das kein Problem: Nicht nur die 80er- und die 320er-Platte waren mehr als restlos wieder herstellbar (dort waren die Daten ja auch “nur” gelöscht), sondern sogar die formatierte 500er! “Mehr als restlos” heißt dabei, dass ich mehr GB an Daten von den Platten ziehen konnte, als diese Speicherplatz haben 🙂 Mit anderen Worten: ich habe nicht nur die fraglichen Dateien, sondern sogar die Dateien, die vorher auf der Platte waren, wiederhergestellt – darunter welche des erwähnten Vorfalls von 2006. Klar, die vorherige Magnetisierung der Platter ist ja da, wenn auch natürlich viel schwächer als die aktuelle.

Gut für mich, gruselig für Future Me: Ob ich die Platten nun, da ihre Daten auf dem NAS liegen, noch ruhigen Gewissens verkaufen kann, weiß ich nicht. Auch nach mehrfachem Überschreiben mit zufälligen Daten werde ich auf jeden Fall einen Probelauf mit EaseUS machen, bevor ich mich final entscheide.

Übrigens, um auf die Idee mit dem Überspielen des Junggesellinnenabschiedsvideos (die Worte werden auch nicht kürzer heute) auf USB zurückzukommen: Aus ähnlich bullshittigen lizenzrechtlichen Gründen wie den oben erwähnten darf man mit dem Fernseher aus externen Quellen kommende Signale nicht auf USB aufnehmen.

Wir haben das jetzt für 20 Tacken beim Media Markt gemacht.