WWI

Bekanntermaßen feiert der 1 Weltkrieg dieses Jahr sein Hundertjähriges. Dazu gibt es vermutlich drölf Projekte, allerdings sind mir bisher erst zwei (gute) über den Weg gelaufen:

  • 1914-1918 – Die Entwicklung der Dinge: Julian Finn veröffentlicht auf den Tag genau 100 Jahre später den jeweiligen Tagebucheintrag seines Urgroßvaters Ernst Pauleit.
  • Einen ähnlichen Ansatz fährt @1914Tweets: Eine Echtzeit- (?) Rekonstruktion der Vorgänge des Jahres 1914, bis hin zum Wetterbericht der Hauptstädte der Kriegsparteien und Zeitungsausschnitte

Gerade in der Kombination bekommt man einen guten Eindruck über, ja, “die Entwicklung der Dinge”. Wie schnell es gehen kann, gerade bei vielen beteiligten Parteien, sieht man bei @1914Tweets:

Während man im Tagebuch einen punktuellen, subjektiven, aber tieferen Eindruck bekommt… so scheint die Stimmung bei Ernst Pauleit “jetzt” eher von Aufbruch und Betriebsamkeit, denn von Angst geprägt zu sein:

In der Stadt wogte und wallte es, als wäre Kirmes. [...] Essen und Trinken gab es in Menge. Zigarren und Zigaretten qualmten von morgens bis spät in die Nacht.

Das Tagebuch ist übrigens zusehends schlechter erreichbar, bei Gefallen also gerne spenden!

UPDATE

Ah, deshalb ist das so langsam: Ein Artikel auf SpOn

Eine “Google Custom Search Engine” über mehrere Domains

Es gibt (mindestens) zwei Arten, einzelne Domains in Googles “Benutzerdefinierten Suchmaschinen” zu unterscheiden:

  1. Für jede Domain eine eigene Suchmaschine anlegen. Vorteil: Separate Keywords, Description, … für jede Suchmaschine. Nachteil: Jede Suchmaschine kostet separat beim Upgrade auf die kosten­pflichtigen Features
  2. Die Domains alle derselben Suchmaschine hinzufügen, und bei Aufruf per Parameter “as_sitesearch” filtern (Quelle, Docs). Vor-/Nachteile sind genau umgedreht.

PS: Option 2 funktioniert nicht nur für Domains, sondern auch für Verzeichnisse, also etwa “example.com/de” vs. “example.com/en”

MacBook: DVD-Laufwerk region-free patchen

Von Olaf habe ich die “Lone Gunmen” auf DVD bekommen (vielen Dank!), leider in der NTSC-Version mit Region Code 1. Mal abgesehen vom NTSC kann weder mein Blu-ray-Player, noch mein MacBook Region 1. Für meinen Player habe ich (auf die Schnelle) auch keine Anleitung zum Patchen gefunden, wohl aber für mein MacBook – in der Praxis gibt es allerdings einige Hürden:

Zuerst muss man herausfinden, welches Laufwerk genau zu patchen ist. Dazu schaut man in seinen “Systembericht” (Apple Menu, Über diesen Mac, Weitere Informationen, Systembericht), oder auf der Kommandozeile:

Wir suchen also einen Patch für ein Matshita Laufwerk mit der Firmware HA13; beide Informationen sind wichtig. Es gibt Sammlungen mit sehr vielen solcher Patches, meine war natürlich nicht darunter :-) Eine Suche nach dem beschriebenen Dateinamen (hier: “MATSHITADVD-R___UJ-8A8__HA13_RPC1.dat”) brachte den Erfolg.

Dann benötigt man das Tool zum Aufspielen des Patches. Man liest dabei abwechselnd vom “MatshitaFlasher” und von “simple_flash”. Tatsächlich ist ersteres nur ein Wrapper für letzteres – was gut ist, denn der MatshitaFlasher läuft nur auf PowerPCs. Man kann simple_flash trotzdem extrahieren: Rechtsklick, Paketinhalt zeigen, Contents->Resources->simple_flash. WICHTIG: Neuere Versionen werfen beim Flashen Fehler wie

Does not appear to be a matshita device

oder

Selected drive (null) does not appear to be a matshita device

, deshalb empfehle ich Version 0.6 des MatshitaFlasher.

Beim Flashen schließlich kommt es darauf an, dass das Laufwerk leer ist; andernfalls gibt es den Fehler

Could not open device

, und dass die richtige Datei verwendet wird. Im oben verlinkten ZIP gibt es auch eine .dat ohne “_RPC1″, die scheint das Backup der originalen zu sein. Also, folgendes funktioniert:

HTH